Vom Übergang zur Mündigkeit – 475 Jahre Konfirmation

Ausstellung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

 

... sollst du haben

Im Segen der Konfirmation liegen der Zuspruch und das Vertrauen der Gemeinde, der Eltern und der Verwandten. Die Erwachsenen sagen: »Wir trauen Dir eigene Entscheidungen zu.« »Wir vertrauen Dir.« »Wir lassen Dich Deinen Weg gehen.« »Du machst das schon!«

Segen persönlich. An den Übergängen in unserem Leben – Geburt, Schulanfang, Pubertät und Eheschließung – wird der Segen bei Taufe, Einschulung, Konfirmation und Trauung für uns persönlich bedeutsam.
Knapp 70 Prozent der Konfirmandinnen und Konfirmanden antworteten in einer Studie, dass ihnen der Segen zur Konfirmation sehr wichtig ist. Für die Eltern ist die Einsegnung ihrer Kinder der wichtigste und berührendste Moment im Konfirmationsgottesdienst.

Meinen Segen hast Du. Jeder Christ darf einen anderen segnen: Eltern ihre Kinder, Lehrer ihre Schüler, Seelsorger die Kranken, Gemeindeglieder ihren Pfarrer. In der Konfirmandenzeit zu lernen, wie Segnen »geht«, bedeutet – ebenso wie beim Singen, Beten und Bekennen – in der eigenen Glaubenstradition mündig zu werden. Segen in der Kirche. Der Gottesdienst endet mit dem Segen. Darin wird den Menschen Gottes heilsame Kraft zugesprochen. Segnen geschieht durch Zuspruch und zeichenhafte Berührung. Gestärkt verlassen die Gottesdienstteilnehmer ihre Kirche.

 

Segen

Die hebräische Wortwurzel für Segnen "brk" bedeutet eigentlich "ansehen". Die uralte Geste des Segnens antwortet auf menschliche Bedürfnisse, die für uns als soziale Wesen das ganze Leben hindurch grundlegend bleiben: Zuwendung erfahren, wahrgenommen, angesprochen und anerkannt werden.
Das griechische Wort für Segen "eulogein" und das lateinische "benedicere" bedeuten beide "Gutes sagen". Im Deutschen ist davon das kaum noch gebräuchliche "benedeien" abgeleitet.“

Jeder Gottesdienst endet mit dem Segen. Segen geschieht durch Zuspruch und zeichenhafte Berührung. Als Gesegnete sollen die Gottesdienstteilnehmer ihre Kirche verlassen und gestärkt in ihren Alltag mit seinen Herausforderungen gehen.
Der Wunsch nach Segnung drückt die Sehnsucht nach Gelingen der eigenen Lebenspläne aus, inklusive dessen, was im Leben nicht planbar ist.

Tipp: Internetauftritt der Klosterkirche Lippoldsberg/Rituale