Vom Übergang zur Mündigkeit – 475 Jahre Konfirmation

Ausstellung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

 

Arbeit...

Konfirmandenarbeit zwischen Bibelwort und Smartphone. Was hat die Bibel mit mir zu tun? Was bringt mir die christliche Tradition? Was nehme ich aus der Konfirmandenzeit fürs Leben mit?

Gemeinsam gilt es im Konfirmandenunterricht, solche Fragen zu klären und christliches Grundwissen zu erarbeiten. Konfirmanden und Konfirmandinnen lernen während dieser Zeit Menschen und Angebote aus Gemeinde, Kirche und Diakonie kennen und sind zum Mitmachen eingeladen. Die Konfirmandenarbeit wird von einem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen gestaltet. In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck führen mehrere Wege zur Konfirmation. Immer geht es darum, eine Lernform anzubieten, die der

Lebenswirklichkeit Jugendlicher entspricht:

  • ihre Erwartung an eine ansprechende Unterrichtsgestaltung
  • Anpassung an bis in den Nachmittag reichende
    Schultage
Konfirmandenunterricht: Vielfalt der Modelle
  • zwei Jahre: klassische Konfirmandenarbeit in wöchentlichen Nachmittagsstunden während der 7. und 8. Klasse
  • ein Jahr: parallel zur 8. Klasse
  • zwei Phasen: vier Monate während der 3. Klasse und die restliche Zeit während der 7. und 8. Klasse; in der Konfirmandenvorbereitung zu KU 3/8 werden die Eltern intensiv mit einbezogen
  • Kombination aus acht Konfirmandentagen und zwei dreitägigen Freizeiten innerhalb eines Jahres
 

Konfirmandenarbeit

Die Konfirmandenarbeit ist verzahnt mit der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und wird von einem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen gestaltet. Vielfalt und Unterschiedlichkeit in der Gruppe werden als Chance wahrgenommen. Die Frage nach dem Lebensgewinn der Konfirmandenzeit für die Jugendlichen rückt in den Mittelpunkt. Die Lebenswirklichkeiten der Jugendlichen und die christlichen Traditionen werden in einen gelungenen Austausch gebracht. Dabei lernen die Jugendlichen Menschen und Angebote aus Gemeinde, Kirche und Diakonie kennen und haben die Möglichkeit, sich dort zu betätigen.

Konfirmandenarbeit muss als Bildungsangebot der Kirche durch ausreichende finanzielle Mittel abgesichert und durch verlässliche Absprachen und Regelungen im Lebensumfeld der Jugendlichen wie Familie, Vereine und Schulen gestützt werden.

Nach der neuen Konzeption führen mehrere Wege zur Konfirmation.
Um Themen ganzheitlich und intensiver zu erarbeiten, wenden sich Gemeinden z.B. auch einmal von dem starren Wochenrhythmus mit je einer Zeitstunde ab. Es geht vor allem um die bessere Vermittlung christlicher Inhalte durch ein gelungenes Aufgreifen der veränderten schulischen Rahmenbedingungen und der Erfahrungswelt der Jugendlichen.
Konficamps, in denen eine Woche lang gemeinsames Leben, Lernen, Feiern an einem besonderen Lernort stattfindet, werden verstärkt angeboten. Alternativ werden Exkursionen zu verschiedenen religiösen Orten geplant und die Verknüpfung mit der kirchlichen Jugendarbeit angestrebt.

Anregungen und Beratung rund um die Konfirmation finden die Gemeinden bei der Arbeitsstelle für Konfirmandenunterricht im PTI. Neben Informationstagen, Besuch von Pfarrkonferenzen und Workshops wird - in Zusammenarbeit mit den Jugendpfarrämtern - die Ausbildung von Ehrenamtlichen für die Konfirmandenarbeit, KOMIT, angeboten.